Wie weh mir ist

S. Warteresiewicz

Durchfliegt, ihr Gedanken,

Die Lüfte geschwind.

Und sagt meiner Feindin,

Wie weh mir ist!

Und daß ihr sie kennet,

Ihr Bild ist dies:

Ein lieblicher Engel

Mit Menschengesicht.

Doch ach, wo sie meiner

Im Herzen vergißt,

O sagt meiner Feindin,

Wie weh mir ist!

Bestellt, daß ich nahe

Dem Tod schon bin.

Seit ich sie gesehen,

Verlor ich mich.

Und ob sie auch zürnend

Nicht hören will,

O sagt meiner Feindin,

Wie weh mir ist!