Der Morgen ist bleich von Traurigkeit

S. Westendorp

Der Morgen ist bleich von Traurigkeit,

Es sind so viel junge Blumen gestorben,

Und Du, o Du bist gestorben,

Und mein Herz klagt eine Sehnsucht weit

Über die ziellose Flut

Der blaublühenden Meere,

Und Deine Mutter höre

Ich weinen in meinem Blut.

Und ich muß immer träumen

Von Deinen tiefen Lenzaugen,

Die blickten wie wilde Knospen

Von gottalten Bäumen.