Ich schlafe in der Nacht

S. Westendorp

Ich schlafe in der Nacht an fremden Wänden

Und wache in der Frühe auf an fremder Wand.

Ich legte mein Geschick in harten Händen

Und reihe Thränen auf,

So dunkle Perlen ich nie fand.

Ich habe einmal einen blauen Pfad gekannt

Doch weiß ich nicht mehr

Wo ich mich vor dieser Welt befand.

Und - meine Sehnsucht will nicht enden!...

Vom Himmel her sind beide wir verwandt

Und unsere Seelen schweben übers Heilige Land

In "einem" Sternenkleide leuchtend um die Lenden.