Jedem das Seine
Schönberg, Arnold
Ebenes Paradefeld
Kasper in der Mitte hält
Hoch auf seinem Gaul.
König, Herzog um ihn 'rum,
Gegenüber Publicum,
Regimenter bum bum bum.
Das marschiert nicht faul.
Luft sich voller Sonne trinkt,
Helm und Bayonett das blinkt,
Sprüht und gleisst und glänzt.
Schattiger Tribünensitz,
Bravo! Hurrah! Ulk und Witz.
Operngläser Augenblitz.
Hin und her scharwenzt.
Neben mir wer mag das sein,
Reizend nicht so furchtbar fein,
Doch entzückend schick.
Wird man kritisch angeschaut,
Heimlich ist man doch erbaut,
Und die Hüfte sehr vertraut
kuppelt die Musik.
Kaspar nimm was dir gebührt
und die Truppe recht geführt,
schütze dich und uns.
Aber jetzt geliebter Schatz,
schleunig vom Paradeplatz.
Hinterm Wall ein Plätzchen hat's
fern von Kinz und Kunz.
Und da strecken wir uns hin,
ich und meine Nachbarin,
weit her tönt's Trara.
Welche Lust Soldat zu sein,
welche lust es nicht zu sein,
wenn still fein alein zu zwein wir
et cetera.