Wolle keiner mich fragen

Severin Warteresiewicz

Wolle Keiner mich fragen,

Warum mein Herz so schlägt,

Ich kann's nicht fassen, nicht sagen,

Was mich bewegt.

Als wie im Traume schwanken

Trunken die Sinne mir;

Alle meine Gedanken

Sind nur bei dir.

Ich habe die Welt vergessen,

Seit ich dein Auge gesehn;

Ich möchte dich an mich pressen

Und still im Kuß vergehn.

Mein Leben möcht' ich lassen

Um ein Lächeln von dir,

Und du - ich kann's nicht fassen -

Versagst es mir.

Ist's Schicksal, ist's dein Wille?

Du siehst mich nicht. -

Nun wein' ich stille, stille,

Bis das Herz mir zerbricht.