Am Berge dort

T. Gaugler

Am Berge dort

Wie strahlt das Abendlicht

So freundlich fort,

Als könnt' es scheiden nicht!

Was mag es schaun

Und grüßen auf den holden Aun?

Wallt Hand in Hand

Ein selig Paar durch's Feld,

Daß unverwandt

Das Licht vom Himmelszelt

Muß niederschaun,

Durchzittert selbst von süßem Graun?

Geht voller Leid

Ein einsam Herz den Steg,

Und sucht Bescheid

Umsonst auf irrem Weg?

Will tröstend schaun

Der Strahl hernieder aus dem Blaun? --

O Abendlicht!

Was sinkst du schon in Nacht?

Zeigst länger nicht

Die milde, sanfte Pracht?

Magst nimmer schaun

Wohl des gebrochnen Herzens Graun? --