Das singt und flötet

T. Gaugler

Das singt und flötet in den Zweigen

Und zirpt und schmettert auf der Flur;

Zum Himmel mit den Lerchen steigen

Die Freudenrufe der Natur.

Ein Sausen geht, wie Jubelchöre,

Von Ast zu Ast, von Baum zu Baum;

Die düstre Tanne selbst, die Föhre

Erweckt es aus dem Wintertraum.

Hinunter jauchzt in alle Schluchten

Der stürzenden Gewässer Schwall;

Froh tönt am See von Bucht zu Buchten

Des Wogenschlages Wiederhall.

Doch Trost giebt mir der Stimmen keine

In all dem Jubel und Gesang,

Denn stumm für immer ist die eine,

Die süßer mir als alle klang.