Ein frohes Lied
T. Kolle
Wie gnädig Gott der Welt beschied
Den goldnen Sonnenschein,
So dringt ein frohes frisches Lied
In unsre Seele ein.
Leicht, wie der Sonne wonnig Glühn
In's Leben Blüthen ruft,
Läßt Blumen uns im Herzen blühn
Das Lied voll Lenzesduft.
Und wird dein Singen wenig kund,
Freu' dich, wo's still beglückt,
Es bleiben tief im Waldesgrund
Viel Blumen ungepflückt.
Drum singe, wenn die sel'ge Brust,
Noch liederreich dir schlägt.
Warum sie blüht, erfüllt von Lust,
Die Blume nimmer frägt.