Unterwegs

T. Koschat

"Hiaz bist zwanzig Jâhr âlt; hiaz verlâss' Di af's G'schick.

Unterwegs, mant der Vater, find't so Mâncher sei Glück.

Unterwegs kriagst a Arbeit und verdianst Dir a Geld.

Derham wârst eh' lâng g'nua, hiaz guk' hâlt in d'Welt.

A Mensch, der wâs leistet, find't bâld wo an Plâtz;

bist brav und recht fleißig, erwirbst noch an Schâtz."

Pfiat Gott sâgt der Hansel, nimmt 's Ranzerl und geht

und s Muaterl gânz traurig bet' a Abschiedsgebet.

Unterwegs sigt der Hansel bei an Kreuzweg a Haus

und a Diandle fein sauber dâs huscht ein und aus.

Übern Thor steht a Tâfel und drauf steht: "Herein!

Hier schänkt man den besten, den süßesten Wein."

Der Hansel schaut eine und bestellt sich a Glâs;

doch dâs Diandle voll Eifer, dâs bringt glei a Mâss.

Drauf mant's: "no wâs sâgst denn? gelt der geht ins Bluat.

Geh' trink noch a Maßle, dânn kriagst frischen Muath."

Und er zecht lustig weiter und er jodelt und lâcht

und 's Diandle lâcht a mit bis tiaf in die Nâcht.

Am Murgen frâgt 's Diandle "No wia geht's liaber Bua?"

"Du mei!" seufzt der Hansel, " 'sis aus mit der Ruah;

seitdem i Di g'segen, g'hört mei Herz nur Dir."

Und 's Diandle mant g'schamig: "Just so geht's a mir."

"Schnell z'ruck in die Hamat!" ruaft der Hansel laut aus.

He "Vater! I bring schon an Schâtz mit mir z'Haus."