Eins möcht ich sein
T. Leschetizky
Eins möcht' ich sein!
Auf Deines Lebens dunkler Fluth
Der Strahl, der zitternd auf ihr ruht,
Vom Mondenschein!
Eins möcht' ich sein!
In Deines Lebens Wüstensand
Der Born, an dessen Schattenrand
Du schlummerst ein!
Eins möcht' ich sein!
Wenn Alles Dir entflieht wie Traum,
Das Blatt, das Dir am Lebensbaum
Noch grünt allein!
Eins möcht' ich sein!
Wenn todte Stille Dich umringt,
Das Vöglein, das Dir Hoffnung singt,
In's Herz hinein!
O laß mich's sein!
Im Jugendflor und grauem Haar.
Laß Eins mich bleiben immerdar:
Dein, ewig Dein.