Frühlings-Symphonie

T. Podbertsky

Auf grünem Hügel steht der Mai,

Der fröhliche Geselle,

Will halten eine Symphonei

Mit seiner Hofkapelle.

Er schwingt mit Fleiss

Ein grünes Reis

Mit Blüthen rosenrothen;

Es ist die Flur

Die Partitur,

Die Blumen sind die Noten.

Herbei, herbei ihr Sänger all

Und setzt euch um den Bronnen.

Frau Lerche und Frau Nachtigall

Das sind die Primadonnen.

Die Emmeriz,

Der Stiegelitz,

Die singen im Duette,

Der Spatz im Rohr

Verstärkt den Chor

Und bläst die Clarinette.

Der Fink, der liederreiche Mann,

Der Zeisig darf nicht fehlen,

Und weil der Kauz nicht singen kann,

Muss er die Pausen zählen.

Der Kukuk schreit

Und im Getraid

Das Rebhuhn und die Wachtel,

Es klopft der Specht,

Der Jägerknecht,

Die Viertel und die Achtel.

Und alles, was auf Sechsen geht,

Will auch nicht länger schweigen.

Der Heuschreck schlägt das Hackebret,

Die lust'gen Grillen geigen.

Es summen zart

Nach Harfenart

Die Biene und die Hummel,

Maikäfer braun

Bläst die Posaun,

Baumschröter schlägt die Trummel.

Nun heben auch die Hirsche an

Im Tannenforst zu röhren,

Die Kuh auf grünem Wiesenplan

Lässt ihre Stimme hören,

Dazu die Geis

Und Lämmlein weiss

Und buntgefleckte Kälber.

Ich weiss es nicht,

Wie mir geschicht,

Ich glaub', ich singe selber.