Mondlicht
T. Röhmeyer
Wie liegt in Mondenlichte
Begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
Der sie umfangen hält!
Die Winde müssen schweigen,
So sanft ist dieser Schein;
Sie säuseln nur und weben,
Und schlafen endlich ein.
Nun öffnen sich die Blumen,
Die Kelche strömen Duft;
Und kennest du den Vogel
Der aus den Büschen ruft?
Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
Der liebevolle Mond.