Der Fischer im Frühling
V. Andreae
Die Erde trank den Schnee.
Wie erste Pflaumenblüte durch die Lüfte rudert!
Die Trauerweiden prunken golden.
Falter, die Flügel violett gepudert,
Tauchen samtene Köpfe in Blütendolden.
Wie eine Insel steht der Kahn im Teich.
Der Fischer läßt sein Netz behutsam
In den dünnen Silberspiegel springen.
Der klirrt, zerbrochen.
Er gedenkt der Schwalbe fern im Nest;
Bald wird er ihr das Futter bringen.