Wie tief doch die Felder schweigen

V. von Webenau

Wie tief doch die Felder schweigen,

Wie stehen die Berge so weit!

In dunklen rauschenden Zweigen

schläft epheuumsponnen die Zeit!

Kühl flüstert das Mondlicht hernieder,

so ist unleserlich fremd und vertraut

Die Nacht dehnt die strahlenden Glieder

und wartet als lächelnde Braut

Stets wird der Sommer die Schwingen

entfalten und leuchtend vergehn

Und ewig ein heimliches Singen

die silbernen Nächte durchwehn.

Und tausend Wunder erschienen

Beschneit mit schimmerndem Schnee

doch irgendwo fliesst ein Weinen

von Sehnsucht in stillem Weh