Das war die Zeit der Seligkeit

W. Aletter

Ach, die ganze Welt liegt in der Jugendzeit

ausgebreitet wie ein zartes Rosenkleid,

und man stürmt dahin,

voller Jugendsinn,

weil das Herz so rein ist wie die Sonne.

Für des Kindes Wohl sorgt da das Mütterlein,

schließt es tausendmal in ihr Gebet mit ein,

hält es liebeswarm

stets in ihrem Arm;

das ist höchste Seligkeit und Wonne!

Das war die Zeit

der Seligkeit,

die ach so schnell mir entschwunden.

Ich bat mein Glück,

kehre zurück,

doch hab' ich's nicht mehr gefunden.

Mit dem Ball und Reifen sprang'n wir stets umher,

uns're große Puppe ward uns nie zu schwer.

Und zum Christfest dann

kam der Weihnachtsmann,

brachte uns 'nen großen Puppenwagen.

Und die Großmama ward oft von uns gequält,

bis sie uns die schönsten Märchen hat erzählt,

von Schneewittchen fein

und dem Däumling klein,

von Rotkäppchen und den sieben Raben;

das war die Zeit

etc.

In die Schule brachte uns Mama dann hin,

übergab uns dann 'ner alten Lehrerin.

Und so lernten wir

Weisheit dann von ihr,

bis wir waren reif zum konfirmieren.

Endlich kam der schönste aller Tag' heran,

den wohl niemals je ein Mensch vergessen kann,

wo von Altars Rand

uns des Priesters Hand

eingesegnet tat ins Leben führen.

Das war die Zeit

etc.