Du bist mein und sollst es ewig bleiben
W. Aletter
O duftet, ihr Blumen, zum Kranze gebunden,
ihr schmückt meines Liebchens bezauberndes Bild.
Frau Sonne hat lachend das Fenster gefunden,
mit goldigem Schimmer mein Stübchen gefüllt.
Ein Abglanz des Lichtes fällt tief in die Seele mein,
und, Frühling im Herzen, ruf' ich in die Welt hinein:
Ja, du bist mein, und sollst es ewig bleiben,
die Rosen blüh'n für uns're Liebeszeit,
und alle Knospen, die sie duftend treiben,
sind unser'm Maien, unser'm jungen Glück geweiht.
Ein Stürmer und Dränger zog ich durch die Lande,
die Welt zu erobern, das war nur mein Ziel.
Mich hielt manche Schöne durch zärtliche Bande,
doch trieb ich mit allen ein leichtfertig Spiel.
Da sah ich am Wege beim Wandern ein Blümchen steh'n,
du grüßtest mich heiter, ich konnte nicht weitergeh'n:
Ja, du bist mein
etc.
Wie hast du, mein Liebchen, in eigener Weise
mich tollen Gesellen so sesshaft gemacht?
Die Welt ist erobert, zu Ende die Reise;
zwei Augen, sie haben es fertiggebracht.
Ihr strahlendes Feuer führt mich über Welt und Raum
und wiegt mich in süßen, berauschenden Wonnetraum:
Ja, du bist mein
etc.