Man konnte ihm nicht böse sein

W. Aletter

Die Katze lässt das Mausen nicht,

weil's gegen die Natur,

d'rum diene ich, weil's Herzenspflicht,

dem kleinen Gott d'amour.

Mein Fritz ist ein so lieber Mann,

der recht mit Nachdruck küssen kann,

doch treibt er's mir zu bunt,

entzieh' ich ihm den Mund.

Wenn er „Verzeih!“ dann bittend fleht,

ist all mein Groll verweht.

Er benimmt sich so manierlich,

so reizend, possierlich,

man kann ihm gar nicht böse sein,

nein, nein, nicht böse sein.

Des Morgens sitzen wir zu Zwei'n

gemütlich beim Kaffee,

Ich schenke ihm den Mokka ein

im tiefsten Negligée.

Dann ist zum Scherz mein Fritz geneigt,

doch wenn er sich verdächtig zeigt,

straf' ich den Uebermuth,

womit, weiß er sehr gut.

„Mein süsses Weib“, dann flüstert er,

„sei gut, komm wieder her.“

Er benimmt sich

etc.

Ach, neulich musste ich um Zehn

alleine geh'n zu Bett,

Mein Fritz wollt' zu 'ner Kneipe geh'n,

das fand ich gar nicht nett.

Um zwei Uhr kam er erst nach Haus

und frug: „Bist du mir böse, Maus?

Hab' dir was Schönes mitgebracht“

sprach er, indem er lacht.

Bestechend wirkte sein Humor,

ich lieh ihm gern mein Ohr.

Er benahm sich

etc.