Wenn ich noch einmal Junggeselle wär'!

W. Aletter

Ach, meine böse Sieben,

die lässt mir keine Ruh',

sie setzt mir armen Eh'knast

ganz fürchterlich oft zu.

Komm' ich nach Zehn zu Hause,

ist das Lamento groß;

mit einem Schrubber geht sie

wie 'ne Furie auf mich los.

Ein Saufaus und ein Schwiemelant

werd' zärtlich ich genannt,

kein Wörtchen darf ich wagen,

es ist rein zum Verzagen.

Hätt' ich das vorher nur gewusst,

wie mies die Liebeslust,

dann hätt' ich vor der Hochzeitsnacht

mich längst schon umgebracht.

Brr, brr, ei wei wei!

Wenn ich noch einmal Junggeselle wär',

wie glücklich wollt' ich sein!

Ging' lieber gleich ins allertiefste Meer

als in den bösen Eh'stand 'rein!

Wenn sie den Storch sieht fliegen,

sieht sie mich grimmig an,

sie meint, dass er nicht zu uns kommt,

ich wäre schuld daran.

Doch können Sie mir glauben,

an mir, da liegt es nicht,

er kommt bloß nicht, weil er sich grault

vor ihrem Angesicht.

Wie ich noch unverheirat't war,

da kam er jedes Jahr,

und trug, 's ist keine Fabel,

auch immer 'was im Schnabel.

Warum, so frage ich mich jetzt,

hat er mich kalt gesetzt?

Ich fühl's in meiner Herzensnot:

Das Vieh ist noch mein Tod!

Brr, brr

etc.

Ich lasse mich jetzt scheiden

und gehe aus dem Haus;

bei meinem Drachen hält's selbst

der Teufel nicht mehr aus!

Jetzt werde ich ihr zeigen,

was eine Harke ist.

Nun zeige, Hans, dass du ein Mann

und keine Memme bist.

Ja, der gewinnt nur, der da wagt,

ach, hätt' ich's erst gesagt;

mir zittern die Gelenke,

wenn ich daran bloß denke,

doch der verdammte Schrubberstiel

verdirbt gewiss mein Spiel,

denn meine liebe, gute Frau

gerbt mir den Buckel blau!

Brr, brr

etc.