An die Nacht
W. Baumgartner
Die du still gegangen
Kommst, o kühle Nacht,
Schützerin der Seelen,
Deren Sehnsucht wacht,
Lass' sie kosten deine
Tiefe Einsamkeit,
Gib durch ferne Weiten
Ihrem Schmerz Geleit.
Doch auf ihren Schlummer,
Hohe Sternenfrau!
Gieß aus goldnen Strahlen
Milden Lebenstau,
Daß ihr Aug' erwache
Morgenrotverklärt,
Neuem Kampf der Tage
Freudig zugekehrt.