Fahr wohl

W. Baumgartner

Du bist so schön! dürft' ich dir sagen

wie tief mein wundes Herz dich liebt,

wie es mit Klagen und Verzagen

sich schmerzlich dir zu eigen giebt!

Es ruht im Schatten der Gedanken

mein dunkler Geist ein tiefer See,

blickst du wie Mondlicht auf den Kranken,

entführt, entführt ist alles Weh.

Wie aus dem See ein Zug von Schwänen

aufrauscht aus meiner Brust das Lied,

du bist das Land, zu dem ein Sehnen

es über weite Meere zieht.

Fahr' wohl, fahr' wohl! vom Bann der Schmerzen

bleib' ich für immer unterjocht,

daß ich dich sah und dir im Herzen

Gefühl zu wecken nicht vermocht'.