Vom Monde

W. Baumgartner

Wer hat die schönsten Schäfchen?

Die hat der gold'ne Mond,

Der hinter unsern Bäumen

Am Himmel drüben wohnt.

Er kommt am späten Abend,

Wenn alles schlafen will,

Hervor aus seinem Hause

Zum Himmel leis' und still.

Dann weidet er die Schäfchen

Auf seiner blauen Flur,

Denn all' die weißen Sterne

Sind seine Schäfchen nur.

Sie tun sich nichts zu Leide

Hat eins das and're gern,

Und Schwestern sind und Brüder

Da droben Stern an Stern.

Und soll ich dir ein's bringen,

So darfst du niemals schrei'n,

Mußt freundlich wie die Schäfchen

Und wie ihr Schäfer sein.