Das rote Zimmer

W. Hirschberg

Es stampft mein Pferd. Der Blütenregen rauscht,

und Blütenzweige streifen wolkig meine Wange.

Es kriecht der Fluß wie eine braune Schlange,

auf der ein Segel sich wie eine Wespe bauscht.

Ein Mädchen lächelt. Bambusvorhang hebt

sich unter ihrer Finger Mondenschimmer.

Und aus der Tiefe stürzt und lockt und schwebt

ein dunkelrotes, ein ersehntes Zimmer -

winkt mir, errötend, meines Mädchens Zimmer.