Abendhelle

Kienzl, Wilhelm

Wunderbare Abendhelle,

rings die Welt so klar, so frei!

Trunken mit beschwingter Schnelle

Gleitet ihr mein Blick vorbei.

Weiter strebt er in die Ferne,

immer weiter durch den Raum,

strebt noch über jene Sterne,

die dort glüh'n am Himmelssaum.

Auch, umsonst sein rastlos Schiffen!

Ach kein Ziel, wär's noch so weit!

Doch ich schaue, süß ergriffen

Tief in die Unendlichkeit.