Vorbei!

W. Rabl

Vom bleichen Schein des Mond's umflossen

steht prunkend, stolz, der Liebsten Haus.

Die höhen Fenster sind verschlossen,

kein schmaler Lichtstreif dringt heraus.

Verschlafen rauscht ein kühler Bronnen

in stiller Abgeschiedenheit.

Er murmelt, von geheimen Wonnen,

von erster, süsser Seligkeit,

von heissen Küssen, zartem Kosen,

von einem längst entschwund'nen Glück;

er zaubert die verblühten Rosen

aus jener fernen Zeit zurück.