In der Ferne
W. Rudnick
Schon steigt der Rebenblüte Duft
von allen Zweigen nieder,
nun rauschen durch die blaue Luft
die süßen Klänge wieder,
die Klänge aus der schönen Zeit,
das ist ein Weh' und Herzeleid,
dass ich so ferne bin.
O schöner Strom, o blühendes Tal,
du gold'ne Frühlingssonne,
o gib mir nur ein einzig Mal
den Becher jener Wonne.
Die ganze Seele dürstet hier,
und jede Stunde kündet mir,
dass ich so ferne bin.