Das Kirchlein

W. Veit

Zum Kirchlein dort im Thale

Geh' ich so gern allein;

Dort kann ich wohl vom Herzen

So recht andächtig sein.

Die tiefe heil'ge Stille

Umfängt mein Herz so süß;

Mir ist die traute Stätte

Ein liebes Paradies.

Da find' ich Gottes Frieden,

Da find' ich süße Rast;

Ich bin hier, wie die Schwalbe,

Ein längst gewohnter Gast.

Bein Kirchlein dort im Thale,

Im stillen Eichenhain,

Da möcht' ich unterm Rasen

Auch einst begraben sein.