Abendland II

A. Webern

So leise sind die grünen Wälder

Unsrer Heimat,

Die kristallne Woge

Hinsterbend an verfallner Mauer

Und wir haben im Schlaf geweint;

Wandern mit zögernden Schritten

An der dornigen Hecke hin

Singende im Abendsommer,

In heiliger Ruh

Des fern verstrahlenden Weinbergs;

Schatten nun im kühlen Schoß

Der Nacht, trauernde Adler.

So leise schließt ein mondener Strahl

Die purpurnen Male der Schwermut.