Sommerabend

A. Webern

Du Sommerabend! Heilig, goldnes Licht!

In sanftem Glühen steht die Flur entzündet.

Kein Laut, der dieses Friedens Lauschen bricht,

in ein Gefühl ist alles hingemündet.

Auch meine Seele sehnt sich nach der Nacht

und nach des Dunkels taugeperltem Steigen

und will nur lauschen, wie in Rosenpracht

die dunklen Himmelsstunden leuchtend schweigen.