Wolkennacht

A. Webern

Nacht, dein Zauberschleier

Webt um meinen Sinn,

Daß ich weltenweit entrückt

Von der Erde bin.

In den Wolkenfluten,

Wie das wogt und gärt!

Wie wenn dumpf sich eine Welt

Aus dem Nichts gebärt.

Und es will sich trennen,

Und vom Schlafe schwer

Tauchen dunkle Lande stumm

Traumhaft aus dem Meer.

Schneegebirge wachsen

Strahlend drüber auf,

Und die Märchensonne schwebt,

Und der Mond schwebt auf.