Winters Macht

William Sterndale Bennett

Winter's Macht ist überwunden,

Weithin schallt des Schäfers Sang,

Trübe Tage sind geschwunden,

Jubel zieht das Thal entlang.

Schnee und Eis, sie sind vergangen

Knospen schwell'n zu Blüthen nun;

Winter's Frost wird Lenzesprangen,

Holde, lass dein Rädchen ruh'n,

Die Heerde hüt' mit mir.

Lieblich soll dich Freude wiegen,

Frei von Noth und Sorgenlast,

Binsen breit' ich dir, zu liegen,

Hier in kühler Schatten Rast.

Alle Blüthen werden dein,

Die nur weckt des Lenzes Weh'n,

Primeln, Veilchen, Maiglöcklein,

Holde, lass dein Rädchen steh'n,

Die Heerde hüt' mit mir.

Süsse Rast wo Bächlein fliessen,

Mild uns wärmt der Sonne Strahl,

Würz'ge Kräuter ringsum spriessen,

Laub so dicht sich wöbt zum Saal.

Scheust du zart des Tages Licht,

Hier im Dickicht magst du ruh'n,

Das kein Sonnenstrahl durchbricht,

Holde, lass dein Rädchen ruh'n,

Die Heerde hüt' mit mir.