Die Hütte

Willy Rössel

Aus einem dunklen Forste drängt sich ein Hüttlein klein,

auf seinen glühenden Fenstern zuckt sterbend der Abendschein.

Auf seiner Schwelle träumet ein junges Menschenpaar.

Ihr Haupt ruht an seiner Schulter, seine Lippe streift ihr Haar!

Aus finsterem Waldesschweigen tritt sacht die Nacht heraus,

da schreiten eng umschlungen die Beiden in ihr Haus.

Ein Lichtlein ist drin erglommen, doch hat's nicht lang gewacht,

um die stumme dunkle Hütte kreist sternenhell die Nacht.