Tscherkessenlied

Yosif Yosifovich Genishta

Es wallt des Stromes Donnerflut,

Die Berge stehn im Mondenglanze

Und der Kosak ermüdet ruht,

Gelehnt an seine Eisenlanze.

Schlaf nicht, Kosak, geh' deinen Gang:

Der Bergsohn schleicht den Strom entlang.

Es wiegt sich der Kosak im Boot

Und zieht sein Netz aus Stromesgrunde.

Kosak, du fischest dir den Tod,

Der Fluß hat seine böse Stunde.

Hörst du noch nicht des Köchers Klang:

Der Bergsohn schleicht den Strom entlang.

An erbgeweihten Wassern blühn

Reichlockende Kosakenstädtchen

Den muntern Reigen sieht man ziehn.

O, fliehet, flieht, ihr Russenmädchen,

Laßt, Liebliche, jetzt Tanz und Sang:

Der Bergsohn schleicht den Strom entlang.