Der Heimatlose
Yrjö Henrik Kilpinen
Wandernd fremd und unbekannt
in der Stadt, der alten,
überm Main, am Brückenrand
hab' ich Rast gehalten.
Steht des alten Kaisers Bild
sandsteinrot, verwittert,
Mantel, Krone, Schwert und Schild
abendlicht umzittert.
Auf der alten Brücke geht
manches Wort und Werben.
Wer allein am Wege steht
wird am Wege sterben.
Selten steh'n die Tore weit
zu dem Hag der Rosen,
küßt das Leben wie zerstreut,
mich, den Heimatlosen.
Dunkler fließt des Stromes Lauf.
Ferne Lichter scheinen.
Käme doch der Mond herauf,
dürft' ich einmal weinen!