Der Wind als Liebender
Yrjö Henrik Kilpinen
Der monddurchbleichte Wald
liegt totenstumm.
Da kommt ein Wind
von ferne sacht gewandelt,
hoch über seine tausend Häupter her.
Die Espe neben mir, die merkts zuerst
und gibt sich zitternd hin.
Und weiter eilt,
als wie ein Liebender sein Mädchen sucht,
der sachte Wind.
Nun rauscht der Waldrand drüben
jenseits der Wiese auf.
Und wieder stehn
die mondlichtbleichen Stämme
totenstumm.