Wie Brot dem Leben bist du den Gedanken

A. Beer-Walbrunn

Wie Brot dem Leben, bist Du den Gedanken,

Wie Wolken die den Boden labend netzen,

Um Deine Ruh' ist in mir Kampf und Schwanken

Wie zwischen Geizigen und ihren Schätzen.

Jetzt jubl' ich im Bewußtsein daß Du mein,

Dann fürcht' ich, daß die Welt Dich mir entrückt;

Bald wär' ich lieber ganz mit Dir allein,

Bald wünsch' ich, Jeder säh' was mich entzückt.

Bald weilt mein Aug', gesättigt Dich betrachtend,

Und bald um einen Blick von Dir verschmachtend,

Denn Nichts ist meine Lust und mein Begehren

Als was Du mir, Geliebte, kannst gewähren.

So bin ich, Höll' und Himmel wechselnd täglich,

Bald überglücklich, bald elend unsäglich.