Bacharach

A. Bungert

Die dunkeln Häuser im grünen Nest,

und Blütenflocken hoch im Geäst,

und Stahleck in Schutt und Ruinen;

vom Frühlingsschauer ein feuchter Glanz,

ein weinend Mägdlein im Hochzeitskranz,

von Liebessonne beschienen.

Die Lerchen jauchzen so wild und frei,

und drunten ziehen die Schiffe vorbei

mit Rädern und Segeln und Masten;

aus Bergesschlünden, da keucht es schwer

und dampft vorüber und braust daher.

Die Menschen jagen und hasten!

Und ruhig gleitet der klare Fluss

und lächelt, dass er sie tragen muss,

die Menschen mit ihrem Gewühle;

er wälzt im Bette sich hin und her,

so jung und lockig und träumeschwer

im Frühlingswonnegefühle!