Waldhornklange

A. Cramer

Es hat ein Jäger geblasen

im Wald auf einsamer Wacht,

da kam es über den Rasen

wohl durch die rauschende Nacht.

Lieb Jäger unter dem Baume,

ich bin des Grafen sein Weib,

ich höre dich Nachts im Traume,

du bläst mir das Herz aus dem Leib.

Mein Lieb, und bist du des Grafen,

dein Bett steht im Schloße gemacht,

ich darf nicht schlummern und schlafen,

ich blase die ganze Nacht!

Ich blase mit meinem Klingen

mich selber um Glück und Ruh,

und muß mein Horn einst zerspringen,

ich lege mich auch dazu.