Abendgang
A. Fuchs
Abendschatten füllt die Weite,
Abendfriede füllt die Welt;
Und ich zieh' an deiner Seite
Durch das kühle, grüne Feld.
Wortlos und mit sachtem Schritte,
Dein gedenkend, wie du mein,
Ohne Wunsch und ohne Bitte,
Will ich ganz dein eigen sein.
Wellen ziehn mit leisen Tönen,
Vöglein ziehn mit leisem Flug;
Und durch unser Herz zieht Sehnen --
Haben wir nicht Glücks genug?
Jugendglück im reifen Innern,
Liedertrost, der selig labt;
Und im Alter -- dies Erinnern,
Wie wir einst uns lieb gehabt?!