Im Wirbelwind

A. Gretchaninov

Der Nachtwind bläst auf seinem Horn,

er jaget quer durch Busch und Dorn,

Er schafft sich Bahn durch finstern Wald:

Steht auf neu, Blätter tot und alt!

Der Junker Herbstwind ruft mit Macht

Um Mitternacht.

Er bläst, er naht mit wildem Weh'n,

Er scheucht das Laub im Wirbeldreh'n;

O, wie voll Leid vom Wurzelpfühl

Sie flogen auf, wie Schattenspiel,

Rings um den Baum in Abschiedsqual

Zum letzten Mal.

Ein Windstoß noch, und all vermengt

Im Tanz des Todes eng sich drängt,

Und Laub und Regen, Staub und Reif,

Mit Droh'n, schrill tobendem Gepfeif,

Der Herbsteswirbel trag's hinaus

In Nacht und graus.