Sterne

A. Groffmann

Seliger Sterne schimmernde Scharen

Schweben so ferne, blinken so schön;

Aber in blauenden Nächten, in klaren,

Gleiten sie leise von einsamen Höh'n.

Stürzen, von siegender Sehnsucht getrieben,

Jäh durch der Welten unendlichen Raum

Nieder und weben ihr leuchtendes Lieben

Ein in der Blüten keuschen Traum.

Doch wenn im Osten der Tag sich rötet,

Müssen zurück sie, verblichen und matt …

Sahst du denn niemals noch ein verspätet

Sternlein hangen am Rosenblatt? —