Abschied vom Liebchen

A. Hackel

Leb wohl, leb wohl, mein Lieb!

Ich seh Dich nun nicht mehr!

Doch träum' ich süß von Dir,

Daß ich noch bei Dir wär'. --

Jene Tage, die so blühend,

Ach, sie flohen wie das Glück!

Jene Küsse, die so glühend,

Bringt mir keine Macht zurück.

Leb wohl, leb wohl, mein Lieb!

Muß reisen weit von Dir.

Doch Deine Liebe geht

Durch alles Land mit mir!

Deine Liebe zeigt mir immer

Hold dein Bild, das mir so werth,

Von der Unschuld Rosenschimmer,

Von der Sehnsucht Thau verklärt.

Leb wohl, leb wohl, mein Lieb!

Dein Herz geht mit mir fort;

Daß nicht allein Du bist,

Bleibt meine Seele dort.

Stätte meiner schönsten Stunden,

Ach, wie bist Du nun so leer!

Jene Freuden sind entschwunden,

Jene Stunden sind nicht mehr!

Leb wohl, leb wohl, mein Lieb!

Gott sey mit Dir und mir!

Bis wir uns wiedersehn,

Sey's droben oder hier! --