Das Zigeunermädchen
A. Laszky
Der Wind geht rauh und wimmernd,
Der Himmel trübt sich schwer,
Die Kürbisblätter wanken
So fröstelnd hin und her.
Das arme Zigeunermädchen
Spinnt ihren Faden lang,
Der Blick ist ihr so müde,
Das Herz ist ihr so bang.
"Mein Lager ist so frostig,
Ich bin so braun und arm.
Sein Antlitz ist so lieblich,
Sein Heim, das ist so warm."
"Ich bin die Unkrautsblüthe,
Die er im Geh'n erblickt:
Er ist der Sturm, der stolze,
Der mich im Weh'n zerflückt!"