Fastnacht

A. Schreiber

Die Fastnacht bringt uns Freuden zwar,

viel mehr denn sonst ein ganzes halbes Jahr.

Ich mach' mich auf und tät' spazieren geh'n

an einen Tanz.

Mir ward ein Kranz

von Blümlein Glanz,

des erfreut' ich mich gar sehr!

Ich bot der Jungfrau meinen Gruß;

ganz freundlich trat sie mir auf meinen Fuß.

Sie sprach: Gut Gesell, wenn ich dir sagen sollt',

wenn du nur woll'st,

ich wär' dir hold!

Kein Silber und Gold

ist meiner Lieb' ein Sold!

Hinter meines Vaters Hof steht ein' Tür,

da ist weder Schloss noch Riegel dafür.

Da geh hinein, dass man dich nicht seh' noch spür'.

Sie ist geschmiert,

dass sie nicht klirrt,

kein Mensch dich irrt;

tritt fröhlich hinein zu mir!

Des Nachts hob sich ein Wetter groß,

das über Berg' und tiefe Tal' herfloss.

Desselben Wegs mich nie keinmal verdross.

Ich stahl mich aus,

still wie ein' Maus,

und kam ins Haus,

und lebt' in Saus

mit der Lieben die ganze Nacht.