Des Mondes Flucht

A. Schuyer

Die Sinne wiegt ein Friedenshauch

der alles sanft in Träume wiegt

rings schweigt, was tief beschattet liegt;

und was belichtet, schweigt auch.

Nur noch ein schrilles Echo

höhnt trostlosen Vogelruf:

es rieft ein Wachtelkönig

der schon schlief, nach seinem Weib

und Antwort tönt, horch!

Da flammt der Himmel blitzerhellt

und seine Silbersichel zieht

der Mond zurück und hastig flieht

er gelbverhüllt und angstentstellt.

Doch sieh, die Sonne strahlt mit erhöhter Pracht;

und die Welt wacht auf.