Gedicht
B. Blacher
Und was bedeuten diese Zwänge,
halb Bild, halb Wort und halb Kalkül,
was ist in dir,
woher die Dränge
aus stillem traürnden Gefühl?
Es strömt dir aus dem Nichts zusammen
aus Einzelnem, aus Potpourri,
dort nimmst du Asche, dort die Flamme,
du streust und löschst und hütest sie.
Du weißt, du kannst nicht alles fassen,
umgrenze es, den grünen Zaun
um dies und das,
du bleibst gelassen,
doch auch gebannt in Missvertraun.
So Tag und Nacht
bist du am Zuge,
auch sonntags meisselst du dich ein
und klopfst das Silber in die Fuge,
dann lässt du es -- es ist: das Sein.