Der Revoluzzer

B. Reinitz

War einmal ein Revoluzzer,

im Zivilstand Lampenputzer,

ging im Revoluzzerschritt

mit den Revoluzzern mit,

und er schrie: Ich revolüzze,

und die Revoluzzermütze

schob er auf das linke Ohr,

kam sich höchst gefährlich vor;

doch die Revoluzzer schritten

mitten in der Straßenmitten,

wo er sonsten unverdrutzt

alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,

rupfte man die Gaslaternen

aus dem Straßenpflaster aus,

zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer

schrie: Ich bin der Lampenputzer

dieses guten Leuchtelichts,

bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn'n das Licht ausdrehen

kann kein Bürger nicht mehr sehen.

Lasst die Lampen steh'n, ich bitt',

denn sonst spiel' ich nicht mehr mit.

Doch die Revoluzzer lachten,

und die Gaslaternen krachten,

und der Lampenputzer schlich

fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zu Haus' geblieben

und hat dort ein Buch geschrieben,

nämlich, wie man revoluzzt

und dabei doch Lampen putzt.