Bierlied

C. Banck

Ich esse nicht

von jeder Kost,

mein Magen es nicht verträgt,

doch denk' ich, dass

ich trinken kann

mit dem, der 'ne Kutte trägt.

Geh' ich auch bloß,

sorgt euch nicht groß,

denn mir ist doch nicht kalt.

Ich füll' den Bauch

nach gutem Brauch

mit Bier, so stark und alt!

Was fett man bäckt,

mir just nicht schmeckt,

auch nicht, was lang' man kocht;

ein wenig Brot

g'nügt meiner Not,

das hab' ich stets gemocht.

Nicht Schnee noch Frost

noch Wind getrost

macht frostig mich und kalt.

Bin eingehüllt

und ausgefüllt

mit Bier, so stark und alt!

Gret', meine Frau,

gleich mir genau,

die weiß, wo gut Bier man holt,

und trinkt so lang',

bis von der Wang'

die Trän' ihr niederrollt.

Dann reicht sie mir

den Krug mit Bier

und ruft mir, dass es schallt:

Nimm alleweil,

ich hab' mein Teil

vom Bier, das stark und alt!

Nun Leute, trinkt

bis ihr nickt und sinkt

nach guter Kerle Brauch;

den Segen wert,

den gut Bier beschert,

den sollt ihr haben auch.

Und alle Welt,

die den Bierkrug hält,

wenn er im Kreis wallt,

erhalte Gott

ohn' Schimpf und Spott,

sie sei jung oder alt!