An mich
R. Becker
Meine Dichtungen, deklamiert, verstimmen die Klaviatür
meines Herzens. Wenn es noch Kinder wären, die auf
meinen Reimen tastend meinetwegen klimperten. (Bitte
nicht weitersagen!) ich sitze noch heute sitzengeblieben
auf der untersten Bank der Schulklasse, wie einst...
Doch mit spätem versunkenen Herzen: 1000 und 2-jährig,
dem Märchen über den Kopf gewachsen.
Ich schweife umher! Mein Kopf fliegt fort wie ein Vogel,
liebe Mutter. Meine Freiheit soll mir niemand rauben, –
sterb ich am Wegrand wo, liebe Mutter, kommst du und
trägst mich hinauf zum blauen Himmel. Ich weiss, dich
rührte mein einsames Schweben und das spielende Ticktack
meines und meines teuren Kindes Herzen.