Nachtwandler
Brahms, Johannes
Störe nicht den leisen Schlummer
Dess, den lind ein Traum umfangen!
Laß ihm seinen süßen Kummer!
Ihm sein schmerzliches Verlangen!
Sorgen und Gefahren drohen,
Aber keine wird ihm schrecken,
Kommst du nicht, den Schlafesfrohen
Durch ein hartes Wort zu wecken.
Still in seinen Traum versunken
Geht er über Abgrundtiefen
Wie vom Licht des Vollmonds trunken,
Weh' den Lippen, die ihn riefen!