Vergangen ist mir Glück und Heil

Brahms, Johannes

Vergangen ist mir Glück und Heil

Und alle Freud' auf Erden;

Elend bin ich verloren gar,

Mir mag nit besser werden.

Bis in den Tod

Leid' ich groß Not,

So ich dich, Lieb, muß meiden,

Geschieht mir, ach,

O weh der Sach'!

Muß ich mich dein verjehen,

Groß Leid wird mir geschehen.

Erbarmen tu ich mich so hart,

Das kommt aus Buhlers Hulde,

Die mich in Angst und Not hat bracht,

Und williglich das dulde.

Um dich allein,

Herzliebste mein,

Ist mir kein Bürd' zu schwere.

Wär's noch so viel,

Ich dennoch will

In deinem Dienst ersterben,

Nach fremder Lieb' nit werben.

Um Hilf' ich ruf', mein höchster Hort,

Erhör mein sehnlich Klagen!

Schaff mir, Herzlieb, dein' Botschaft schier,

Ich muß sonst vor Leid verzagen!

Mein traurig's Herz,

Leid't großen Schmerz,

Wie soll ich's überwinden?

Ich sorg', daß schier

Der Tod mit mir

Will ringen um das Leben,

Tu mir dein Troste geben.